Friday, March 25, 2011

Sucre, näher betrachtet

Dompteure auf der Plaza
Wie die Zeit vergeht... vor allem, wenn man nicht mehr fauler Tourist sondern fleißiger Sprachschüler ist. Aber bevor ich alles vergesse, möchte ich doch mal eine kurze Zusammenfassung der ersten beiden Wochen hier in Sucre verfassen.
Am ersten Tag nach unserer Ankunft machten wir uns auf, eine Sprachschule zu suchen. Als eine mögliche Adresse hatten wir das deutsch-bolvianische Institut ausgesucht. Nachdem die erste Schule, die wir aufgesucht hatten, schon einen ganz netten Eindruck vermittelt hatte, wurden wir hier mehr als angenehm überrascht. Wir wurden natürlich gefragt, welche Art von Unterricht wir wünschten: Gruppenunterricht, zu zweit oder Einzelunterricht. Als wir die Problematik der Kinderbetreuung ansprachen - ob wir uns besser tageweise oder vormittags/nachmittags abwechseln oder ob sie Babysitter oder ähnliches vermitteln könnten - bekamen wir eine für uns überraschende Auskunft: Es gibt in Sucre einen von der Frau eines Deutschen betriebenen Kindergarten, in dem mehrere Erzieherinnen Deutsch sprechen oder zumindest verstehen und in den auch mehrere Kinder von Deutsch-Bolivianischen Eltern gehen. Den haben wir uns selbstverständlich angesehen und waren angenehm verblüfft. Konzept und Ausstattung sind ungefähr so, wie man es aus Deutschland gewöhnt ist - genau genommen habe ich in Essen einige Kitas gesehen, in denen ich unsere Kinder weniger gerne hätte. Ob und wann die Kinder denn dort hingehen könnten? Natürlich ab dem nächsten Tag, wen wir das wollten. Um die Jungs zu fragen, was sie davon hielten, mußten wir sie erstmal von dem Regal mit den Puzzels und Dinosauriern loseisen, auf das sie sich sofort wie ausgehungert gestürzt hatten. Jakub zeigte eine anfängliche Skepsis, aber Jan war sofort Feuer und Flamme.
Also am nächsten Tag: Eingewöhnung! Die sah so aus, daß ich mit einem Buch mein Lager vor dem Gruppenraum aufschlug, wo ich von den Jungs nur kurz besucht wurde als sie nach draußen zum Spielen gingen. Na, das war ja schwierig...

Das erste Wochenende verbrachten wir recht entspannt: Am Samstag fuhren wir mit einer Gruppe von Kindern aus Sucre und ihren Betreuern (ein Projekt, das sich um arbeitende Schulkinder kümmert) aufs Land an den Ort einer Schlacht, wo vor fast 200 Jahren die Einheimischen die spanischen Kolonialherren besiegt haben. Dort wird seitdem jedes Jahr ein Fest gefeiert, bei dem die Landbevölkerung zum Essen, Trinken und Tanz zusammenkommt. Erstaunlicherweise bislang noch fast unter Ausschluß von Touristen - die werden von den Reisebüros zu einem anderen Ort umgelenkt, wo es eine Woche später ähnliche Tänze mit mehr Andenkenmarkt und Karneval gibt.
Ein guter Teil der Bauern kommt zu diesem Fest in den traditionellen bunten Trachten, was das Publikum teilweise noch interessanter macht als den Tanz und das Opfer an "Mutter Erde" an sich  -natürlich neben einem etwas kleineren Kreuz, man ist ja schließlich katholisch...

Die Leute lassen sich also auf den Hügeln rings um den Festplatz nieder und picknicken oder schauen sich einfach das Treiben rund um das Opfer, die Tänze und die obligatorischen Eßstände an. In einigen der Gruppen fangen Männer an, die spezielle Tracht für den Tanz anzulegen. Die Tänzer versammeln sich in kleinen Kreisen und tanzen sich langsam und zurückhaltend ein bißchen warm. Diese Grüppchen strömen nach und nach Richtung Festplatz, wo nach einer Weile ein großer Ring von Tänzern rund um einen Kern von Flötenspielern kreist. Der Original-Soundtrack dazu wird von übergroßen Nachbildungen der spanischen Reiter-Sporen bestimmt, die im Rhythmus der Tanzschritte metallisch scheppern. Es ist schon etwas besonderes, wenn man zu dem knappen Dutzend Gringos gehört, die das mit ansehen - die Gewißheit, daß es wirklich ein echtes traditionelles Fest ist und keine von Reiseagenturen für die Touristen zusammengeschusterte Pseudo-Folklore, die hat man eben nicht immer.

Die Sonntags-Beschäftigung war etwas klassischer: Kinderspielplatz. Am Wochenende auch mit Hüpfburgen.

Über die Wochentage seither gibt es nicht gar sooo viel zu erzählen. Morgens nach dem gemeinsamen Frühstück im Hostal gehen wir zum Kindergarten (das letzte Stück dahin rennen die Jungs meistens, so sehr vermissen sie uns...), anschließend zur Sprachschule. Mittags holen wir die Kinder ab und gehen in den Park oder auf den Spielplatz oder auf die Plaza oder zum Essen, was gerade gewünscht wird. Nachmittags nochmal für zwei Stunden in die Kita, während wir unsere Hausaufgaben zumindest anfangen. Nach der Kita dann die üblichen Lustbarkeiten wie Eis essen (wir haben die Eisdiele unseres bislang gerechtfertigten Vertrauens gefunden) oder Tauben füttern. Mittlerweile fragt Jan schon nach Geld und geht dann selbst ganz routiniert Taubenfutter kaufen.

Letzten Samstag gabs ein großes Highlight für die Kleinen: Ein Besuch im Dinosaurier-Park. Dort gibt es ein kleines Dinosaurier-Museum und einen Haufen lebensgroße und recht lebensnah wirkende Dinosaurier-Modelle - mit Gebrüll aus Lautsprechern. Die Jungs waren hin und weg. Der Aufhänger für diesen Park ist auch ganz interessant: In einem Steinbruch dirkt daneben sind vor einigen Jahren Spuren gefunden worden, die von Dinosauriern vor über 100 Mio Jahren im Schlamm hinterlassen worden sind. Nicht nur ein paar, sondern hunderte. Angeblich ist es der bedeutendste derartige Fund weltweit.

Und sonst so?
Vorgestern haben wir eine Deutsche besucht, die seit sieben Jahren hier in Sucre lebt und deren Sohn dieselbe Kita wie die Jungs besucht. Das gab schon einige interessante Einblicke. Und Freizeit-Tipps: Heute waren wir mit dieser Familie in einem Puppentheater, das wir sonst vermutlich verpaßt hätten. Sehr amüsant und hochemotional, die Kinder sind richtig mitgegangen.

Noch völlig ohne Kontext als Abschluß eines der angenehmsten Details hier, das ich fast vergessen hätte zu erwähnen:
Es gibt hier so gut wie keine Mücken. Noch wissen wir es sehr zu schätzen und ich fürchte, wir werden uns zu sehr daran gewöhnen.

Thursday, March 10, 2011

Über Potosí nach Sucre

Mit über 4000 m über dem Meeresspiegel ist Potosí die wohl höchstgelegene Stadt der Welt - aber nach Oruro auf 3700 m waren wir ja schon ganz gut akklimatisiert. Es ist eine vom Silberbergbau am Cerro Rico geprägte Stadt mit einem richtig schnuckeligen historischen Ortskern - der Rest drumherum ist weniger hübsch, aber wenn man sich überlegt, dass ein Bergmann hier schlechtestenfalls zwei oder drei Euro am Tag verdient und eine Lebenserwartung von um 40 hat, ist das wohl kaum weiter verwunderlich. Für uns stellt diese Stadt momentan nur einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Sucre dar, wo wir uns dann (zwecks Spanisch-Sprachschule) eine ganze Ecke länger aufhalten wollen. Eigentlich wollten wir nach der Abreise aus Oruro am Montag nur eine Nacht bleiben und direkt am nächsten Tag weiter, aber der Karneval hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Faschingsdienstag fuhren angeblich keine Fernverkehrsbusse, also sind wir eine Nacht länger als geplant geblieben - aber haben dafür das Hotel gewechselt. Von einem niedlichen kleinen Dachzimmer mit niedlicher nicht vorhandener Wärmeisolierung und einem verloren wirkenden, kaum zu startenden Gasöfchen, das selbst im hiesigen Spätsommer keine Chance gegen die Kälte der Nacht hat, in ein etwas belebteres Hostel, das dafür über dicke Wände und eine gut funktionierende Zentralheizung verfügt.
Wir haben uns also nur etwas im Ort umgeschaut, ohne auch nur eine der Sehenswürdigkeiten zu betreten - was wir nach unserem Sucre-Aufenthalt gründlich nachzuholen gedenken. Schön war es trotzdem.

Die Weiterfahrt am Aschermittwoch brachte uns dann erstmalig hier in den Genuß eines Busses der Linie "Villa Imperial" - was "Rucksäcke werden unter einer Plane auf dem Dach verstaut, die Sitzabstände sind bis 1.60 m Körpergröße OK und die Polster waren vor vierzig Jahren bestimmt mal bequem" heißt. Aber für drei Stunden konnte man es aushalten, und die Passagiere waren etwas näher an der Durchschnittsbevölkerung als die Leute in den größeren Bussen. Die Fahrt bot (mal wieder) tolle Ausblicke, eine erstaunlich gute Straße und schon wieder einen vernünftigen Fahrer - sollten sie gar besser als ihr Ruf sein?

Unser erster Kontakt mit den Bewohnern von Sucre war wie üblich ein Taxifahrer. In diesem Fall einer, der in ungefähr zehn Sprachen "Hund" sagen konnte und davon überzeugt war, dass sehr sehr viele Sprachen (bis hin zum Russischen) klar von der Sprache der Aymara-Indianer beeinflußt wären. Wer auch den Film "My Big Fat Greek Wedding" mochte, darf mit uns schmunzeln.

Jetzt haben wir ein nettes Hostal für die erste Zeit gefunden, konnten unsere Dreckswäsche mal wieder erledigen lassen und haben die ersten paar Blocks rund um die Plaza erkundet - und bis jetzt lieben wir diese Stadt heiß und innig.
Da wir ja noch länger hier bleiben wollen kommen da sicher im Laufe der Zeit auch so einige nette Bilder und Geschichten zusammen...
Heute trafen wir auf der Plaza eine asiatisch aussehende Frau, mit der wir etwas ins Gespräch kamen. Sie ist eine aus Japan stammende US-Amerikanerin, die auf einer Reise hier gelandet ist, wieder nach Hause fuhr - aber nur um den Haushalt aufzulösen und für immer herzukommen. Sie ist jetzt seit gut fünf Jahren hier und wirkt nicht so, als würde sie etwas bereuen.
Umzugspläne haben wir noch lange nicht, aber ich glaube jetzt schon, dass uns der Abschied von hier schwerfallen wird.

Oruro


(
(Ich bitte, das verhackstückte Layout zu verzeihen - der Editor hier ist ein ziemlicher Krampf, wenn soviele Bilder vorliegen)

Oruro hat angeblich den zweitgrößten Karneval in ganz Lateinamerika (nach Rio), und wenn sowas praktisch auf dem sowieso vorgesehenen Weg liegt, dann sollte man es auch mitnehmen.

Nach einer fast fünfstündigen Busfahrt durch teils atemberaubende Landschaften mit atemberaubenden Fahrstilen der anderen Verkehrsteilnehmer - unser Busfahrer schien zum Glück noch an seinem Leben zu hängen - kam letzten Freitag am Fuß der Berge am Rand der Hochebene Oruro in Sicht. Erfreulicherweise sprach uns am Busbahnhof eine Einheimische an, die privat ein Zimmer mit Bad zu vermieten hatte. Dafür wollte sie zwar eine Stange Geld, aber immer noch weniger als die Hälfte dessen, was die einzige freie Absteige, die wir telefonisch erreichen konnten, uns abgeknöpft hätte. Die Lage war auch noch um einiges günstiger, nur ein paar Blocks vom Umzugsweg entfernt und nicht viel weiter bis zur Plaza. Von diesem Stützpunkt aus konnten wir also in den folgenden Tagen uns das örtliche Karnevalstreiben ansehen.
Karneval in Oruro - das heißt zum Glück nicht nur kollektives Besäufnis und ein kleiner Umzug.
Das heißt: Zwei Tage hintereinander ziehen in dichter Abfolge geschmückte Autos, Tanzgruppen in teils unglaublich aufwändigen Kostümen und Blaskapellen durch die Stadt. Und zwei Tage hintereinander heißt: Samstag vormittags geht es los, in einem fort bis drei oder vier Uhr morgens, am Sonntag wird dann noch eine Schippe nachgelegt und die Umzüge gehen nochmal in ähnlichem Umfang los. Nein, ich weiß auch nicht, wo man soviele Leute dafür auftreibt. Es ist einfach unglaublich. Der Umzugsweg ist von Tribünen gesäumt, das Ganze wird nachts noch mit reichlich Feuerwerk untermalt und (hauptsächlich) die Jugend liefert sich wahre Schlachten mit Wasserpistolen, Wasserbomben und sowas ähnlichem wie Rasierschaum - nur, dass man aus den Dosen so um die vier Meter weit spritzen kann.
Gut, vom Feuerwerk haben wir nur den akustischen Anteil mitbekommen. Wir waren nämlich, dank der Jungs und 3700 Höhenmetern, abends total groggy und sind früh in einen unruhigen Schlaf gesunken.
Die unschönen Seiten möchte ich auch nicht verschweigen: Schnapsleichen, durchdringender Uringeruch an ziemlich vielen Stellen und viel Gedränge. So dichtes Gedränge, dass man sein Kind lieber auf die Schultern nimmt, wodurch die Hände natürlich irgendwo in Brusthöhe unabkömmlich sind. Das Ergebnis: Zweimal am Samstag ist mir das mitgeführte Bargeld (nicht viel, und Karten, Pässe etc sind sicherheitshalber daheim geblieben) geklaut worden. Einmal wurde mir dazu die Hosentasche aufgeschlitzt.
Zugegeben, das hört sich jetzt nicht nach einer Empfehlung an. Ist es aber trotzdem. Wenn man zweimal an einem Tag beklaut wird und es dennoch für ein großartiges Erlebnis hält - dann muß da schon was dran sein. Für mich ungefähr in dieser Reihenfolge:
Die umwerfenden Kostüme. Die Kondition der Tänzer, die in diesen Kostümen auch bei praller Sonne unermüdlich und ehrlich begeistert kilometerweit durch die Stadt tanzen. Die gespielten, teils recht schlichten Melodien, die sich im Ohr festsetzen. Die Heiterkeit der Kinder und Jugendlichen mit ihren Schaum-Spritzdosen. Der Überblick über das Gewimmel, den wir am Sonntag bei Ankunft des Umzugs genießen konnten. All diese Umzüge enden an einer für die Bergleute sehr wichtigen Kirche, die am Fuße des Berges mit den Zinnminen gelegen ist.

Als nächstes Ziel haben wir Sucre angepeilt, mit Zwischenstopp in Potosí, um die Fahrtzeiten etwas zu reduzieren. Nach Potosí wollen wir auf jeden Fall nochmal später zurückkommen, wenn wir endlich mal etwas Spanisch gelernt haben - wofür wir uns Sucre ausgesucht haben.

Tuesday, March 8, 2011

Cochabamba

Da durch einige Erdrutsche die neuere Strasse von Santa Cruz nach Cochabamba schon seit Wochen unpassierbar ist, und die alte Strasse (die sowieso in einem grauenhaften Zustand sein soll) nach den falschen Angaben eines Ticket-verkaufswütigen Reisebüro-Mitarbeiters angeblich auch gesperrt war, entschlossen wir uns kurzerhand für die Rückkehr nach Santa Cruz. Dort versuchten wir zunächst am falschen Flughafen - unserem wohl doch nicht so dollen Reiseführer sei Dank - einen Flug nach Cochabamba zu bekommen. Naja, die Tickets bekamen wir, allerdings für einen Flug am nächsten Morgen vom internationalen Flughafen aus. Nicht so schlimm - gab uns das doch immerhin einen Grund uns im bewährten Hostal (Planschbecken!) einzuquartieren und einen Fast-Food-Schuppen heimzusuchen, der einen Indoor-Spielplatz bietet. Apropos Fast Food: Der Begriff bezeichnet hier nicht unbedingt die Geschwindigkeit der Zubereitung,
Also am Dienstag nach Cochabamba, wo wir ein Hotel gebucht hatten, das erheblich netter als seine unmittelbare Umgebung ist. Es handelt sich um so eine Art Marktviertel, wobei neben klassischen Marktständen auch ganze spezialisierte Strassenzüge mit jeweils gleichartigen Geschäften vorhanden sind. Also in einer Strasse fünf Möbelgeschäfte, in der Querstrasse sechs Frisiersalons... begrenzt von ein paar ziemlich vollen und lauten Strassen. Wenn das Gaspedal nichts mehr bringt, wird schon recht konsequent die Hupe benutzt.
Dieses Hotel also bot uns neben ein paar ziemlich guten Betten und einem erbärmlichen Internetzugang einen sehr netten Innenhof, in dem wir einige nette Stunden verbrachten und unsere Beute vom Streifzug auf dem Markt waidgerecht zerteilten und verzehrten - vor allem Mangos, Papayas, Pfirsiche und Äpfel.
Ein paar der anderen Gäste haben wir auch kennengelernt. Dort war ein Ehepaar aus Bremen, so um die siebzig Jahre alt schätze ich, die seit mittlerweile vier Jahren im Wohnmobil kreuz und quer durch Südamerika fahren. Jedes Jahr fliegen sie für ein paar Monate nach Hause und besuchen ihre Kinder, die für diese Art des "Ruhestandes" so überhaupt kein Verständnis haben.

Ein bißchen Sightseeing mußte natürlich auch sein, da selbst Mangos essen und Tauben füttern irgendwann mal langweilig wird: Obligatorisch natürlich der Besuch der bis vor kurzem größten Christus-Statue der Welt, zu der man mit einer kleinen Seilbahn hochfahren kann. Das war schon interessant. Fast so interessant wie der Spielplatz an der Basisstation.
Dann war da noch das archäologische Museum. Viel Indianerschmuck, viel tolle alte Keramik und Stoffe von früheren Kulturen, ein paar Mumien einfach in der Ecke eines Raums, die bei uns vermutlich alle ihre eigene Vitrine bekommen hätten. Das Highlight für die Jungs: Knochen von Mammuts und Riesengürteltieren.

Als kleine Dreingabe am Nachmittag: Der Palast eines alten Zinn-Barons, der für eine Weile das Weltmonopol hielt und für den Geld entsprechend keine Rolle spielte. Vierzehn Jahre Bauzeit, alles nur vom feinsten, und am Ende hat er aus gesundheitlichen Gründen (2500m Höhe, ein Herzinfarkt...) sein "Haus" nie bezogen. Mir fehlt der direkte Vergleich, aber ich habe den Verdacht, dass die Villa Hügel zwar ein bisschen größer, aber von der Einrichtung her eher ärmlich ist.

Am Freitag dann Aufbruch nach Oruro: Um kurz vor neun Uhr am Busbahnhof. Tickets für einen Bus um halb zehn gekauft. Bus kommt nicht. Keine Informationen. Dann ein paar für uns nicht so ganz veständliche Informationen. Schließlich gibt es einen Ticket-Umtausch, und wir dürfen tatsächlich schon um halb zwölf mit dem Bus einer anderen Gesellschaft losfahren. Der dann erstmal mehrfach für ein Viertelstündchen ohne für uns ersichtlichen Grund ein paar hundert Meter vom Busbahnhof entfernt stehen bleibt.... aber irgendwann nimmt er dann doch Fahrt auf und wir fahren endlich los: Auf nach Oruro!